Trennungsgründe – Soll ich mich trennen?

Manchmal hat man das Gefühl, die Beziehung ist festgefahren und im Alltag stecken geblieben: tagein, tagaus derselbe Ablauf. Sie fragen sich: soll ich mich trennen? Unzufriedenheit macht sich bemerkbar. Unzufriedenheit mit sich selbst und vor allem mit der Beziehung: Der Partner gibt sich keine Mühe mehr und nimmt die Beziehung als selbstverständlich hin. Es gibt keine gemeinsamen Kinobesuche oder romantische Abendessen mehr. Irgendwie lebt man nur noch nebeneinander her. Die einzige Gemeinsamkeit sind die Kinder. Aber sind das ausreichende Trennungsgründe, um eine langjährige Beziehung zu beenden? Um Schluss zu machen und völlig neu zu beginnen?

5 Trennungsgründe

Eine Beziehung sollte man nicht kampflos aufgeben. Und manchmal fragt man sich zurecht: soll ich mich trennen? Wer miteinander über Probleme und Unzufriedenheit spricht, der kann diese auch gemeinsam aus dem Weg räumen – wenn beide Partner das wollen. Aber nicht immer reicht das. Manchmal wieder die Trennungsgründe mehr. Manchmal ist es besser, die Reißleine zu ziehen und eine Beziehung zu beenden. Dafür kann es zahlreiche Trennungsgründe geben, die für jeden unterschiedlich schwer wiegen. Doch es gibt einige Dinge, die deutliche Warnzeichen für das bevorstehende Ende einer Beziehung sind. Wir haben für Sie 5 Trennungsgründe aufgeführt.

Tägliche Streitereien

Eigentlich gibt es täglich neue Streitereien. Nicht mal über wichtige Themen, wie Finanzprobleme oder Probleme in der Erziehung der Kinder. Nein, Streitereien gibt es wegen jeder Kleinigkeit. Er hat den Müll nicht rausgebracht, sie zickt schon wieder herum und lässt ihn nicht mal fünf Minuten nach der Arbeit in Ruhe durchatmen. Die Beziehung bietet keinen Halt und keine Geborgenheit mehr. Sie wird zum Stressfaktor. Wer nach der Arbeit nicht gerne nach Hause zu seinem Partner möchte, sondern lieber mit Freunden um die Häuser zieht oder mit der Schwester einen Kaffee trinken will, um das Heimkommen hinauszuzögern, der sollte darüber nachdenken, ob er überhaupt noch gerne Zeit mit dem Partner verbringt. Das Meiden des Partners und nicht enden wollende Streitereien ohne Versöhnung sind ein deutliches Zeichen dafür, dass man nur noch vom Partner genervt ist.

Wer plötzlich kleine Macken des Partners nicht mehr tolerieren kann, die er früher ganz liebenswert fand, der sollte das Problem bei sich suchen: Liebe ich meinen Partner noch? Oder haben die täglichen Uneinigkeiten die Beziehung irgendwann kaputt gemacht? Wenn die Macken schon immer da waren, man selbst aber seine Einstellung dazu ändert und sie plötzlich nicht mehr ertragen kann, der sollte dringend seine Gefühle hinterfragen. Oftmals können die positiven Gefühle für den Partner zu diesem Zeitpunkt schon längst über Bord gegangen sein. So werden tägliche Streitereien langsam aber sicher die Beziehung zerstören. Oftmals streitet man nur noch, um den anderen zu verletzen, um gemeine Dinge zu sagen, die nie wieder ungesagt gemacht werden können. Man streitet nicht mehr sachlich und vernünftig. Zusammengehörigkeitsgefühl, Geborgenheit und Zuneigung gehen verloren und mit ihnen das Fundament für eine gesunde Beziehung.

Keine Gemeinsamkeiten mehr

Er geht lieber klettern, sie möchte schwimmen. Er will zum Urlaub in die Berge, sie will ans Meer. Er möchte einen Hund haben, sie eine Katze. Er möchte keine Kinder haben, sie möchte mindestens drei. Dabei waren sie sich noch einig, als sie vor Jahren ein Paar wurden: abwechselnd Urlaub in den Bergen und am Meer, Klettern und Schwimmen mit den Freunden und ohne den Partner. Kinder? Nein. Dafür aber einen Hund und zwei Katzen.

Manchmal verändern sich jedoch die Wünsche und Bedürfnisse. Und dann passen trotz aller Absprachen, und trotz aller Gefühle füreinander, die Lebensplanungen nicht mehr zusammen. Natürlich lassen sich bei vielen Wünschen und Ideen Kompromisse finden, etwa bei der Urlaubsplanung und der Frage der Haustiere und Hobbys. Die Kinderfrage allerdings lässt sich kaum einvernehmlich lösen: Einer muss nachgeben und seine Lebensplanung ändern. Und auch wenn man bei den Hobbys so gar keine Gemeinsamkeiten mehr hat: Auf welcher Grundlage soll dann eine gemeinsame lange und glückliche Beziehung aufbauen? Wer Urlaube und Hobbys nicht teilt, sondern getrennt voneinander verbringt, der kann sich über kurz oder lang auseinanderleben, ohne es zu wollen. Das muss nicht zwangsläufig so sein. Aber Gemeinsamkeiten sind eine gute Basis für eine gesunde Beziehung. Manchmal entwickeln sich zwei liebende Menschen einfach auseinander, wünschen sich andere Dinge für die Zukunft. Dann kann es trotz aller Liebe besser sein, eine Beziehung zu beenden, bevor man sich gegenseitig unglücklich macht. Denn wer beispielsweise nur dem Partner zu Liebe auf Kinder verzichtet, der wird vielleicht im Laufe der Jahre etwas vermissen. Und irgendwann ist es zu spät.

Neben einer fehlenden Basis an Gemeinsamkeiten kann es auch ein Grund sein, eine Beziehung zu beenden, wenn man seinen Partner gar nicht mehr zu Gesicht bekommt: Er arbeitet viel oder ist am Wochenende nur noch mit seinen Kumpels unterwegs. Für einen Kinobesuch oder einen gemütlichen Abend zu zweit fehlt jede Zeit. Das ist noch kein Grund für eine sofortige Trennung. Zunächst sollte man das Gespräch suchen, wieder Gemeinsamkeiten finden und dem Partner erklären, dass man gerne mehr Zeit mit ihm verbringen möchte. Ändert der Partner nichts, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass es ihm nicht wichtig ist oder er nicht glaubt, dass er verlassen wird. Dann könnte es an der Zeit sein, die Reißleine zu ziehen und die Beziehung zu verlassen. Denn wenn man ohnehin immer alleine zu Abend isst und einschläft, keine Schulter zum Anlehnen hat und niemanden zum Ausgehen, dann muss man auch die gesamte Beziehung hinterfragen.

Expertentipp:

Es kann helfen, neue Gemeinsamkeiten zu finden. Gibt es vielleicht ein ausgefallenes Hobby, über das Sie noch nicht gesprochen haben und das dem Partner auch gefallen könnte? Neues auszuprobieren, an dem vielleicht beide Spaß haben, kann die Beziehung wieder festigen.

Kein Vertrauen mehr in den Partner

Immer wieder hört man davon: Der Partner schreibt heimlich SMS oder Emails mit anderen, macht ständig Überstunden, verlässt zum Telefonieren den Raum oder legt schnell auf, wenn man nach Hause kommt. Und schließlich kommt heraus. Dass der Partner fremdgegangen ist. Das zerstört das Vertrauen in den Partner auf jeden Fall. Für viele ist das ein Grund, eine Beziehung sofort zu beenden. Es gibt aber auch immer wieder Paare, die trotz eines Seitensprungs versuchen, weiter ein Paar zu bleiben. Dazu muss man sich aber fragen: Kann ich meinem Partner wieder vertrauen? Wer das nicht mit der Zeit wieder kann, der sollte eine Beziehung aufgeben, denn Vertrauen ist ein wichtiger Grundstein für eine solide, funktionierende Beziehung. Wer nach einem Seitensprung immer wieder denkt, der Partner geht wieder fremd und womöglich anfängt ihn zu kontrollieren oder mit falschen Vorwürfen zu konfrontieren, der wird schnell merken, dass die Beziehung so nicht weitergehen kann. Wer einen Seitensprung nicht wirklich verzeihen kann, was verständlich ist, der sollte wirklich darüber nachdenken, ob es sich lohnt, weiter Energie in die Beziehung zu investieren.

Die Liebe ist verschwunden

Es ist ein schleichender Prozess. Man wacht nicht einfach auf und denkt „Heute liebe ich meinen Partner nicht mehr“. Irgendwann merkt man einfach, dass die Liebe weg ist. Wer gar keine positiven Gefühle mehr für den Partner übrig hat, der sollte sich trennen. Denn ohne Liebe macht eine Beziehung keinen Sinn und ohne positive Gefühle füreinander ist es schwer, die Liebe wieder aufleben zu lassen.

Woran merkt man, dass man den Partner nicht mehr liebt? Etwa daran, dass er einen nervt, man nicht mehr gerne an ihn denkt und man immer seine Fehler sucht? Oder dass man nur noch streitet und den anderen verletzen will? Es kann helfen, einige Tage auf Abstand zu gehen und weg zu fahren. Wer seinen Partner dann vermisst, der hat sicherlich noch Gefühle für ihn. Wer allerdings die Zeit genießt, nicht an den Partner denkt und eigentlich gar nicht zu ihm zurück will, der vermisst ihn vermutlich nicht. Dann sollte man wirklich in sich hinein horchen und fragen, ob noch Gefühle da sind oder selbst das kleinste Fünkchen Liebe erloschen ist. Wenn keine Liebe mehr da ist, dann spielen auch gemeinsame Kinder keine Rolle für das Aufrechterhalten der Beziehung: Langfristig wird es nur zu Streitereien und zu Unzufriedenheit kommen. Und das spüren auch die Kinder.

Expertentipp:

Ein Ausflug und einige Tage Trennung können helfen, sich über die Liebe bewusst zu werden. Gibt es Freunde oder Familie, die etwas weiter entfernt wohnt? Vielleicht ist es an der Zeit, sich einige Tage Auszeit zu gönnen, mit anderen Menschen zu treffen und zu sehen, ob man Sehnsucht nach dem eigenen Partner verspürt.

Der Partner ist gewalttätig

Wer einen gewalttätigen Partner hat, der sollte sofort die Beziehung beenden und ihn verlassen, denn es gibt keinen Grund für Schläge, Tritte oder für verbale Gewalt. Niemand sollte sich misshandeln lassen. Und selbst, wenn der Partner sich danach jedes Mal wieder entschuldigt und Blumen mitbringt, er dabei schwört, dass so etwas nie wieder vorkommt: Tausende anderer Frauenschicksale zeigen, dass sich gewalttätige Männer nicht ändern. Sie schlagen immer wieder zu. Und irgendwann bekommen es auch die Kinder ab, die man eigentlich schützen wollte. Häusliche Gewalt ist ein absoluter Trennungsgrund.

Expertentipp:

Wer Angst hat, einen gewalttätigen Partner zu verlassen, der bekommt Hilfe bei der Polizei, beim Jugendamt oder bei der Familienhilfe. Es gibt zahlreiche Stellen, die unterstützend tätig werden und beispielsweise helfen, eine Frau kurzfristig im Frauenhaus unterzubringen.

Eine Trennung kann sinnvoll sein

Eine Trennung ist nicht das Ende der Welt, auch nicht für gemeinsame Kinder. Wer eine Trennung vernünftig hinbekommt und mit den Kindern bespricht, der schadet ihnen langfristig nicht. Das haben auch zahlreiche Studien belegt. Vielmehr kann es gut für Kinder sein, wenn sie nicht in einer zerstrittenen, lieblosen Umgebung aufwachsen. Auch wenn Mutter und Vater getrennt sind, können Kinder glücklich sein.

Und auf eben dieses Glück haben auch Eltern ein Recht: Niemand sollte mit seinem Partner zusammenbleiben müssen, egal aus welchen Gründen. Wer sich nicht mehr liebt, wer genervt vom anderen ist und wer keine gemeinsame Basis mehr für eine gesunde Beziehung sieht, der sollte sie beenden – auch dem Partner zu Liebe.

Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst:

  • Das Meiden des Partners und nicht enden wollende Streitereien ohne Versöhnung sind ein deutliches Zeichen.
  • Tägliche Streitereien werden langsam aber sicher die Beziehung zerstören.
  • Gemeinsamkeiten sind eine gute Basis für eine gesunde Beziehung.
  • Eine fehlende Basis an Gemeinsamkeiten kann ein Trennungsgrund sein.
  • Vertrauen ist ein wichtiger Grundstein für eine solide, funktionierende Beziehung.
  • Wer einen Seitensprung nicht verzeihen kann, sollte keine weitere Energie in die Beziehung investieren.
  • Wer keine positiven Gefühle mehr für den Partner übrig hat, sollte sich trennen.
  • Einige Tage Abstand können helfen: Wer seinen Partner vermisst, hat noch Gefühle für ihn.
  • Häusliche Gewalt ist ein absoluter Trennungsgrund.
  • Bei häuslicher Gewalt kann man Hilfe bei der Polizei, beim Jugendamt oder bei der Familienhilfe suchen.

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