Trennungsgründe

"All you need is love?" - Trennung trotz Gefühlen

Donnerstag, 7. Februar 2013, geschrieben von .

Tren­nung aus Ver­nunft - trotz vor­han­de­ner Ge­füh­le?

„All you need is love“ ist einer der bekanntesten Lieder der Kultband The Beatles. Das Lied handelt vordergründig davon, dass die Liebe das ist, was einen erfüllt und was man für ein glückliches Leben braucht. Aber ist die Liebe wirklich die einzige Zutat, die es für eine glückliche Beziehung braucht? Man kann nicht bestreiten, dass Liebe die Hauptzutat einer Partnerschaft ist. Jedoch kann die Liebe und das Glück durch viele weitere Faktoren gestört werden, welche während einer Beziehung zur Liebe hinzu kommen und ebenfalls von großer Bedeutung sind.

Gründe einer Trennung Trotz Liebe

Es gibt viele individuelle Gründe, an denen eine Beziehung scheitern kann. Die Gründe können von Partnerschaft zu Partnerschaft variieren und sind meist subjektiv. Hierbei geht es nicht immer nur um die fehlenden Gefühle für den Partner – es gibt durchaus auch andere Gründe, aus denen man sich auch trotz der noch vorhandenen Gefühle trennt oder sich die Frage: „Bleiben oder Trennen?“ stellt.

STREIT WIRD ZU ALLTAG

Wenn der Alltag nur aus Streit anstatt aus einer harmonischen Beziehung besteht, kostet einen das viel Kraft und Nerven. Streit kann sich auf Dauer schlecht auf das Seelenheil, aber auch auf die mentale Gesundheit auswirken. Irgendwann wird dann ein Punkt erreicht, an dem man einfach nicht mehr weiter weiß und man reflektieren muss, ob die Beziehung einem noch gut tut oder nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Person noch liebt. Man muss für sich selber entscheiden, was das Beste für die Zukunft bringt.

GEMEINSAME INTERESSEN VERSCHWINDEN

Ein Grund für die möglichen Streitigkeiten ist die am Anfang genannte Wellenlänge. Eine Partnerschaft lebt von gemeinsamen Interessen, Hobbys oder Zielen. Man muss nicht alles gemeinsam haben, denn genau  das würde auch zur Langeweile führen. Eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Beziehung ist jedoch, dass man die gleichen Zukunftsansichten teilt.

Ein Beispiel: Möchte der eine Karriere machen und keine Kinder, wird der Partner, der eigentlich Kinder möchte, auf Dauer unglücklich in der Beziehung werden, da man nicht die gleichen Lebensziele verfolgt.

WENN ES IM SCHLAFZIMMER NICHT MEHR PASST

Nicht selten ist die Sexualität ein Grund für eine Trennung. Das gemeinsame Intimsein hat in nahezu jeder Beziehung einen großen Stellenwert. Wenn die Leidenschaft in einer Beziehung verschwindet, führt es nicht selten zu Frust und ist nicht gesund für die Beziehung. Oft zeigen sich vielleicht Vorlieben des Partners, denen man nicht gerecht werden kann oder nicht gerecht werden möchte. Es kann aber auch sein, dass Sie selber oder Ihr Partner aus privaten Gründen keine Lust mehr darauf haben, mit dem Partner intim zu werden. Dies führt meist zur Langeweile und nimmt einer Beziehung das Spannende. Man denkt, dass man sich in einer Endlosschleife befindet, welche sich dementsprechend negativ auf den Rest der Beziehung auswirkt.

TRENNUNG WEGEN EINER SUCHT

Wenn eine Sucht im Spiel ist, stellt diese eine Beziehung besonders auf die Probe. Man kann vielleicht nicht nachvollziehen, wieso der Partner diese Sucht entwickelt hat oder wieso er sie auslebt. Eine Sucht zu bekämpfen, kann ein harter und steiniger Weg sein, für den man sich bereit fühlen muss. Fühlt man sich dem nicht gewachsen und würde den Partner eher eindämmen anstatt ihm zu helfen, ist meist die Trennung die beste Option für einen selber. Man muss nur beachten, dass es im Leben sowohl gute als auch schlechte Zeiten gibt. In einer Partnerschaft und besonders in einer Ehe, sollte man sich in beiden Zeiten unterstützen und zusammen stärker aus beidem hervorgehen. Hier entscheidet jeder für sich, wo die seelischen Limits sind und was sich selber zugemutet werden kann.

Es gibt viele weitere Trennungsgründe, die zu einer Trennung führen, obwohl noch Gefühle im Spiel sind. Man entscheidet bei diesen Gründen meist nach der vernünftigsten Entscheidung für einen selbst. Manchmal muss man die rosarote Brille abnehmen und schauen, was für die Seele und die Zukunft das Beste ist. Eine Trennung tut weh, besonders wenn man die andere Person noch liebt. Man trauert quasi um eine Person, die man aus dem Leben verloren hat. Eine Person, mit der man viel erlebt hat und private Sachen geteilt hat. Jedoch kommt nach Regen immer der Sonnenschein – der Schmerz wird vergehen und glückliche Tage werden kommen. Vielleicht verbringt man diese glücklichen Tage mit dem Partner, der einem guttut und die glücklichen Tage zu noch besseren macht.

JEDER TRENNUNGSSCHRITT TUT WEH

Eine Trennung, bei der nur der Verstand allein die entscheidende Rolle spielt, ist nicht einfach. Für solch eine Entscheidung braucht es Mut und Einsicht und oft braucht man mehrere Anläufe, um eine Beziehung zu beenden. Da noch Gefühle für die Person da waren, kehrt man besonders dann in die Beziehung zurück, wenn noch Kontakt zum Ex-Partner gepflegt wird. Genau dann findet man sich schnell in der Partnerschaft wieder, von der man sich eigentlich aus Vernunft lösen wollte.

FOLGEN EINER TRENNUNG AUS VERNUNFT

Eine Trennung aus Vernunft ist schwerer als eine normale Trennung, da nicht nur Angst oder auch Mitleid, sondern auch Liebe im Spiel ist. Vor allem das Verständnis für die Lage des anderen macht es schwer die Trennung aufrechtzuerhalten. Damit es gelingt, muss ein harter Cut gemacht und der Kontakt zum Ex-Partner vermieden werden. Nur so schafft man auch eine emotionale Trennung vom Partner.

Hinzu kommt noch die Angst seine Entscheidung irgendwann zu bereuen. Diese Angst ist auch einer der Gründe, warum das Risiko sich auf immer neue Versuche einzulassen so groß ist. Man hofft jedes Mal, die Probleme die man miteinander hat doch irgendwie in den Griff zu bekommen. Das ist an sich kein verkehrter Gedanke, denn nur wer auch alles versucht hat, kann eine Partnerschaft guten Gewissens als gescheitert betrachten.

ALLES IN ALLEM

Seiner Liebe nach einer gewissen Auszeit voneinander eine neue Chance zu geben, kann also Sinn machen. Oft genug erliegt man aber auch nur einem Selbstbetrug und der Angst loszulassen. Aber auch wer den Absprung schafft, hat es nichts zwangsläufig leicht. Man muss sich emotional von einer Person trennen, an die man vielleicht noch sehr oft denkt und für die man noch tiefgründige Gefühle hat.

Die bestehende Liebe kann ein Ausgangspunkt für einen freundschaftlichen und respektvollen Umgang sein, sie kann aber auch in Hass und Ablehnung umschlagen. Hier braucht es auf beiden Seiten viel Einsicht und eine besondere Form von Liebe: Jemanden so zu lieben, dass man ihn glücklich werden lässt - selbst wenn das bedeutet, ihn zu verlieren.

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