Schließen  

TELEFON

0800 - 34 86 72 3

Rund um die Uhr - Garantiert kostenlos!
(International: +49 211 - 99 43 95 0)

TERMIN

Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin mit uns:

*) Die kostenlose Beratung wird durch unsere handverlesenen Kooperationsanwälte durchgeführt!

Schließen  

Gratis-Infopaket
Für ihre Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Alle Infos auf 24 Seiten!
FAQs, Spar-Tipps & Schaubilder.

Schließen  

Kostenlose Ratgeber
zu Trennung & Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Verständliche und praxisnahe Ratgeber
zum Thema Trennung und Scheidung!

Schließen  

Unser Service für
Trennung & Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Unkompliziert, schnell
und günstig

Sie sind hier:RatgeberScheidungVersorgungsausgleich

Versorgungsausgleich

Der Versorgungsausgleich spielt erst bei der Scheidung eine Rolle. Dabei geht es darum, dass laufende Versorgungsleistungen oder die während der Ehe angesammelten Anwartschaften auf spätere Altersversorgung unter den Ehepartnern aufgeteilt werden. Derjenige, der weniger Anwartschaften erworben hat, erhält die Hälfte der Differenz dessen, was der Partner mehr erworben hat. Auch wenn sich die Thematik kompliziert anhört, ist sie dennoch nachzuvollziehen. Vor allem geht es um Ihr Geld und Ihre Altersversorgung!

Das Wichtigste

  • Der Gedanke des Versorgungsausgleichs besteht darin, dass beide Ehepartner am Aufbau ihrer Altersversorgung gleichermaßen beteiligt sind.
  • Der Versorgungsausgleich erfasst laufende Versorgungsleistungen und Anwartschaften, also Anrechte auf künftige Versorgungsleistungen.
  • Erfasst werden alle Versorgungsleistungen, die durch Arbeit oder Vermögen geschaffen wurden und der Absicherung im Alter oder bei Invalidität dienen.
  • Der maßgebliche Zeitraum beginnt mit dem ersten Tag des Heiratsmonats und endet mit Ablauf des Monats vor Beantragung der Scheidung.
  • Zur Durchführung des Versorgungsausgleichs verschickt das Familiengericht einen Fragebogen, in dem beide Ehegatten Auskunft über ihre Versorgungsansprüche geben müssen.
  • Der Versorgungsausgleich wird umgesetzt, indem die jeweiligen Versorgungsansprüche der Ehegatten untereinander aufgeteilt werden.
  • Der Versorgungsausgleich kann in bestimmten Fällen entfallen.
  • Faire Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich sind zulässig und bedürfen der notariellen Beurkundung. Das dürfte bei einer einvernehmlichen Scheidung immer der Fall sein.

Warum gibt es den Versorgungsausgleich bei der Scheidung?

Der Versorgungsausgleich besteht neben dem Zugewinnausgleich. Ausgangspunkt ist, dass die von einem Ehegatten während der Ehe erworbenen Anrechte (Anwartschaften) auf eine Versorgung wegen Alters oder Invalidität vom anderen mitverdient sind. Besonders deutlich wird dies in der „Hausfrauenehe“, in der die Hausfrau den Haushalt führt und die Kinder betreut und der Partner das Geld verdient. Gäbe es den Versorgungsausgleich nicht, stünde die Hausfrau nach der Scheidung ohne jegliche Altersversorgung dar. Wird die Ehe geschieden, zielt der Versorgungsausgleich darauf ab, dass demjenigen Ehepartner, der während der Ehe keine oder weniger Anrechte auf Altersversorgung erworben hat, zu Lasten der Versorgung des anderen Ehegatten einen Ausgleich gewährt wird.

Was sind Anwartschaftsrechte?

Beim Versorgungsausgleich ist oft von Anwartschaften die Rede. Der Versorgungsausgleich erfasst laufende Rentenzahlungen, aber auch bloße Anwartschaften. Der Begriff der Anwartschaft bedeutet, dass der Ehegatte ein Anrecht auf eine Versorgung wegen Alters oder Invalidität erwirbt, aber erst, wenn er das Rentenalter erreicht oder invalide wird und aus einem dieser Gründe Versorgungsleistungen erhält. Die Anwartschaft ist also ein Recht, dass sich erst noch in der Entstehung befindet.

Welche Versorgungsansprüche erfasst der Versorgungsausgleich bei der Scheidung?

In den Versorgungsausgleich werden Renten oder Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamtenversorgung, betrieblichen Altersversorgung, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, berufsständischen Altersversorgung und privaten Rentenversicherung einbezogen. Eine private Kapitallebensversicherung wird bei der Aufteilung des ehelichen Zugewinns berücksichtigt. Eine Unfallrente, die nicht auf der Erwerbstätigkeit des Ehegatten beruht, wird nicht einbezogen.

Welcher Zeitraum ist für den Versorgungsausgleich bei Scheidung maßgebend?

Vor der Ehe erworbene Anwartschaften auf Altersversorgung fließen nicht in den Versorgungsausgleich ein. Gleiches gilt für Anwartschaften, die nach der Scheidung entstehen. Zeiten des Trennungsjahres werden hingegen berücksichtigt. Der maßgebliche Zeitraum beginnt vom Ersten des Monats der Eheschließung und endet am letzten des Monats vor der Zustellung des Scheidungsantrags durch das Familiengericht. Wurde Ihnen also am 15.12.2017 der Scheidungsantrag zugestellt, wird der Versorgungsausgleich bis zum 30.11.2017 berechnet.

Wie wird der Versorgungsausgleich bei der Scheidung eingeleitet?

Reicht ein Ehegatte beim Familiengericht den Scheidungsantrag ein, übersendet das Familiengericht jedem Ehegatten einen Fragebogen, in dem beide Ehegatten ihre Versorgungsansprüche offenlegen müssen. Um eventuell noch nicht erfasste Versicherungszeiten zu berücksichtigen, empfiehlt sich, beim jeweiligen Versorgungsträger eine Kontenklärung durchführen zu lassen. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte unterhält in fast allen deutschen Großstädten Beratungsstellen, in denen Sie einen persönlichen Beratungs- und Besprechungstermin vereinbaren können. Das Familiengericht muss von Amts wegen den Versorgungsausgleich durchführen. Weigert sich ein Ehegatte, entsprechende Auskünfte zu erteilen, ist das Familiengericht berechtigt, selbst von den Versorgungsträgern Auskünfte einzuholen.

Wie wird der Versorgungsausgleich umgesetzt?

Ausgehend vom Grundgedanken gleicher Teilhabe beider Ehegatten an den während der Ehe geschaffenen Vermögenswerten, steht jedem Ehegatten der Anspruch auf die Hälfte der vom anderen erworbenen Versorgungsansprüche zu. Jeder Ehegatte ist dem anderen ausgleichspflichtig. Hat ein Ehepartner beispielsweise Versorgungsanrechte aus einer betrieblichen Altersversorgung erworben, ist er gegenüber dem anderen ausgleichspflichtig. Umgekehrt ist der andere Partner ausgleichspflichtig, wenn er während der Ehe Versorgungsansprüche in der Angestelltenversicherung erworben hat. Es wird als jeder Versorgungsanspruch innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems einzeln ermittelt und geteilt. Davon ausgehend erhält jeder Ehegatte sein eigenes Rentenkonto, auf das die Hälfte des Versorgungsanspruchs des anderen übertragen wird. Besitzen Sie noch kein Rentenkonto bei einem bestimmten Versorgungsträger, wird eines automatisch für Sie eingerichtet und begründet einen eigenen Anspruch gegenüber dem Versorgungsträger. Das frühere „Rentnerprivileg“, bei dem die Rente erst gemindert wurde, wenn der frühere Ehepartner ebenfalls in Rente ging, besteht nicht mehr.

Wann entfällt der Versorgungsausgleich?

Der Versorgungsausgleich wird nicht durchgeführt, wenn die Versorgungsansprüche sehr gering sind (weniger als 50 € monatlich), wenn die Ehe weniger als drei Jahre bestanden hat, es offensichtlich ist, dass Sie eine Versorgungsehe mit der Absicht begründet haben, dem Partner im Hinblick auf Ihr Ableben Versorgungsansprüche zu verschaffen oder die Durchführung des Versorgungsausgleichs aufgrund eines zu missbilligenden Verhaltens Ihres Partners unangemessen wäre.

Sind Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich möglich?

Das Gesetz erlaubt, dass die Ehegatten Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich treffen. Das Familiengericht ist, wenn die Vereinbarung keinen der Ehegatten unangemessen benachteiligt, an die Vereinbarung gebunden. Insoweit muss die Vereinbarung einer gerichtlichen Inhalts- und Ausübungskontrolle durch das Gericht standhalten. Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich bedürfen der notariellen Beurkundung oder der Vereinbarung in einem gerichtlichen Vergleichsprotokoll im mündlichen Scheidungstermin. Sie können den Versorgungsausgleich bereits vor oder bei der Heirat oder während Ihrer Ehe und letztlich im Hinblick auf die Scheidung in einer Scheidungsfolgenvereinbarung ganz oder teilweise ausschließen. Sie können den Versorgungsausgleich auch durch Vereinbarungen modifizieren (Details siehe § 6 VersAusglG).

Fazit

Da der Versorgungsausgleich erst bei der Scheidung relevant wird, ist man sich während der Ehe der Problematik meist gar nicht bewusst. Auch wenn die Thematik abstrakt erscheint, geht es um Ihr Geld und Ihre Altersversorgung, egal, ob Sie davon profitieren oder Ihre Versorgungsansprüche mit Ihrem Ehegatten teilen müssen. Es empfiehlt sich, sich vorab unbedingt anwaltlich beraten zu lassen.

Weiterführende Links

Ratgeber-Informationen

Autor:

Teilen

Optionen

Bewertung

  5.0 / 5.0
3 Bewertungen

Was benötigen Sie?

GRATIS-INFOPAKET
Alle Infos auf 24 Seiten!

  Jetzt anfordern


KOSTENVORANSCHLAG
Garantiert kostenlos!

  Jetzt anfordern


RÜCKRUF-SERVICE
Kostenloses Gespräch!

  Jetzt anfordern

Icon: Gratis-Infopaket Gratis-Infopaket
Jetzt anfordern!

Icon: Kostenlose Beratung Scheidungsantrag
Jetzt einreichen

Schließen

TELEFON

0800 - 34 86 72 3

Rund um die Uhr - Garantiert kostenlos!

International: +49 211 - 99 43 95 0

*) Die kostenlose Beratung wird durch unsere handverlesenen Kooperationsanwälte durchgeführt!

TERMIN

Vereinbaren Sie einfach einen

Beratungstermin mit uns:

Die Terminvereinbarung und

Beratung* sind zu 100% kostenfrei!

GRATIS-INFOPAKET
FÜR IHRE TRENNUNG

Icon: Gratis-Infopaket

Alle Infos auf 24 Seiten! FAQs, Spar-Tipps und Schaubilder.

ONLINE-SCHEIDUNGSANTRAG

Icon: Online-Scheidungsantrag

Ihre Scheidung seriös, schnell
und zum günstigen Preis!