So lässt sich eine Trennung verarbeiten

Eine Beziehung ist für viele Menschen ein Ruhepol, ein Ankerpunkt im Leben, an dem sie sich wohl und sicher fühlen. Mit dem Partner teilt man Lust und Frust, Probleme werden gemeinsam geregelt, finanzielle Belastungen gemeinsam gestemmt und das oft seit vielen Jahren. Es gibt gemeinsame Kinder, einen gemeinsamen Freundeskreis und eine große, über die Jahre zusammengewachsene Familie. Und dann kommt der Schock: Der Partner will sich trennen.

Trennung verarbeiten: zuerst kommt der Schock

Die Gründe für eine Trennung können sehr vielfältig sein und längst nicht immer ist eine neue Liebe des Partners für die Trennung verantwortlich. Manchmal erkaltet die Liebe im Lauf der Jahre einfach, die Partner entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen, die Beziehung gibt zumindest einem der beiden Partner nicht mehr das, was er sich von einer Beziehung erwünscht.

In anderen Fällen ist schon seit längerem der Wurm drin, es gibt viel Streit, aber dennoch dauert es eine ganze Weile, bis einer der Partner einen Schlussstrich zieht. Natürlich gibt es auch den Fall, dass einer der Partner sich anderweitig verliebt hat.

Je harmonischer die Beziehung lief und je unverhoffter das Ende für den verlassenen Partner kommt, desto schmerzvoller ist die Trennung, doch auch das endgültige Liebesaus in einer sogenannten „toxischen Beziehung“ , in der es mehr Streit als Harmonie gab, kann beiden Beteiligten schwer zu schaffen machen. Es ist längst nicht so, dass nur der Verlassene unter einer Trennung leidet, auch der Partner, der sich aktiv trennt, leidet meist darunter, wenn auch auf etwas andere Weise. Auch er muss die Trennung verarbeiten.

Eine neue Beziehung ist kein Heilmittel

Ein großes Problem für viele Menschen, wenn eine Beziehung beendet wurde, ist die ungewohnte Einsamkeit, das Alleinsein, die Verantwortung für sein gesamtes Leben, sei es die Kindererziehung, die Finanzen oder auch nur die Freizeitgestaltung, wieder allein in die Hand nehmen zu müssen.

Viele Menschen tendieren in dieser Situation dazu, sich allzu leichtfertig in die nächste Beziehung zu stürzen. Oft ist das Anbandeln mit einem neuen Partner auch nichts weiter als der Versuch, den Ex-Partner eifersüchtig zu machen und aus der Reserve zu locken, doch diese Pläne fallen nie auf fruchtbaren Boden und verursachen mehr negative Gefühle bei allen Beteiligten, als dass sie etwas Positives bewirken.

Die Trennung verarbeiten - das braucht Zeit. Und solange die Trennung nicht verarbeitet ist, ist man für eine neue Beziehung nicht bereit. Daher sollten Sie sich lieber an gute Freunde halten. Ein kleiner Flirt in der Bar oder im Café kann nicht schaden und hilft, das angekratzte Selbstbewusstsein wieder aufzupolieren, doch mit einer ernsthaften Beziehung sollten Sie warten, bis Sie die Trennung vom Ex-Partner wirklich überwunden und verarbeitet haben.

Wer sich zu schnell nach einer Trennung wieder in eine Beziehung stürzt, nimmt sich darüber hinaus auch jede Chance, aus der gescheiterten Beziehung zu lernen und neigt dazu, Verhaltensmuster, die in der alten Beziehung zu Problemen geführt haben, unreflektiert zu wiederholen.

Der unterschiedliche Umgang mit der Trennung bei Männern und Frauen

Eine neue Beziehung gehen Männer nicht immer, aber oftmals schneller als Frauen ein, denn Männer und Frauen gehen sehr unterschiedlich mit der Bewältigung einer Trennung um. Frauen nehmen ein Beziehungsende oft sehr persönlich, sie sehen darin eine persönliche Niederlage und werden von starken Selbstzweifeln geplagt. Sie neigen dazu, sich die Schuld am Scheitern der Beziehung zu geben und fragen sich immer wieder, was sie falsch gemacht haben, dass der Partner sie nicht mehr liebt.

Männer hingegen leiden im Allgemeinen weniger unter diesen Zweifeln und Schuldgefühlen. Sie machen eine meist kürzere, wenn auch oft heftige Phase der Trauer durch, doch sie nehmen die Trennung selten persönlich und sind meist schneller wieder bereit, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Oftmals wiederholen sie dabei eins zu eins die Muster der alten Beziehung. Männer neigen dazu, denselben Lebensentwurf in einer neuen Partnerschaft zu übernehmen, während Frauen mit einem neuen Partner meist auch einem neuen Lebensentwurf folgen.

Expertentipp:

Egal ob Mann oder Frau, nach einer Trennung sollten Sie versuchen, das Scheitern der Beziehung als das zu sehen, was es ist: das Nicht-(mehr)-Funktionieren einer zwischenmenschlichen Beziehung zwischen zwei Erwachsenen. Niemand sollte die gesamte Schuld für das Scheitern der Beziehung auf sich nehmen oder vom Partner auf sich abwälzen lassen.

Kontakt mit der/dem Ex?

Nach dem Ende einer Beziehung wünscht man sich meist nichts sehnlicher, als den Ex-Partner zu sehen. Man vermisst ihn oder sie, man fühlt sich einsam und man hofft, oft wider besseres Wissen, dass doch alles wieder gut wird, wenn man sich doch nur ein letztes Mal ausspricht oder die Trennung ignoriert und einen schönen Abend miteinander verbringt. Doch das ist nichts weiter als eine Illusion und der fortdauernde Kontakt mit dem Ex-Partner macht den Schmerz nur noch intensiver, weil er ständig alte Wunden aufreißt.Es hilft also nichts. Entgegen aller Gefühle und aller Sehnsucht sollten Sie stark bleiben und nicht jede Gelegenheit nutzen, mit dem Ex-Partner Kontakt aufzunehmen und um ein Treffen zu bitten. Was Sie stattdessen tun können, ist Briefe an den/die Ex zu schreiben, in denen Sie Ihre Wünsche und Hoffnungen formulieren, Ihre Anforderungen an eine Beziehung beschreiben und schildern, was Sie sich von einem idealen Partner wünschen würden.

Diese Briefe sollten natürlich nicht abgeschickt werden, doch Sie sollten sie aufheben und sie zu einem späteren Zeitpunkt mit der Realität der beendeten Beziehung vergleichen. In vielen Fällen wird sich herausstellen, dass der Inhalt des Schreibens nicht allzu viele Gemeinsamkeiten mit dem zuletzt in der Beziehung gelebten Alltag hatte. Diese Erkenntnis lässt sich gut für eine ehrliche Bestandsaufnahme nutzen: Warum ist die Beziehung gescheitert? Wie sehr weichen die Wünsche und Erwartungen von dem ab, was der Ex-Partner zu geben fähig und bereit war?

Expertentipp:

Die Auseinandersetzung mit der Trennung und den Gründen, die dazu geführt haben, sollte nicht verdrängt oder vermieden werden. Auch der Trauer und den negativen Gefühlen, die die Trennung mit sich bringt, müssen Sie sich stellen. Sie dürfen ihnen jedoch nicht zu viel Raum im neuen Leben geben. Nur den Kontakt mit dem Ex-Partner sollten Sie in der ersten Zeit meiden, um der Seele die Zeit zu geben, die sie braucht, um zu heilen.

Trennung verarbeiten: Die Phasen nach einer Trennung

Die Trennung verarbeiten - vor allem braucht es Zeit. In dieser Zeit sollten Sie die Trauer über den Verlust der Beziehung und des Partners zulassen, sich jedoch nicht zu sehr in ihr verlieren. Sie dürfen traurig sein und weinen und sollten die Trauer nicht wegschieben, sondern sich Ihren Gefühlen stellen, aber dabei nicht in der Vergangenheit schwelgen. Alte Fotoalben herauszukramen und damit alle Wunden wieder aufzureißen ist vor allem direkt nach der Trennung tabu und auch Tagträume, in denen Sie sich immer wieder eine Zukunft mit dem Ex-Partner ausmalen, sollten Sie nicht zulassen. Stattdessen sollten Sie versuchen, im Hier und Jetzt zu leben, die Trauer und auch die Wut und Enttäuschung zuzulassen, doch sich auch immer wieder aus diesen Gefühlen zu lösen und beispielsweise etwas mit Freunden zu unternehmen, auch wenn man sich dazu zwingen muss. Die Trennung verarbeiten - diese Aufgabe wird einen noch über einen relativ langen Zeitraum begleiten, der üblicherweise in Phasen aufgeteilt ist.

Am Anfang steht der Schock über die Trennung, es fällt schwer zu glauben, dass der Partner sich tatsächlich getrennt hat oder auch dass man selbst endlich die Konsequenz gezogen hat und diesen Schritt gegangen ist. Je nach Trennungssituationen können ein Gefühl der Ungläubigkeit, des Nicht-Wahrhaben-Wollens oder auch ein komplettes Ignorieren der Trennung auftreten.

In dieser Phase ist es wichtig, sich der Realität zu stellen und auch wenn es wehtut, den Wunsch des Ex-Partners nach räumlicher Trennung zu respektieren.

Mit der zweiten Phase kommt die Traurigkeit, die Wut und die Enttäuschung. Verletzte Gefühle, die Trauer über die Trennung vom geliebten Partner, die Angst vor dem Alleinsein, Einsamkeit, aber auch Wut auf den Partner, der einen einfach „im Stich gelassen“ hat, beherrschen in dieser Phase das Leben. Jede Kleinigkeit erinnert an den Ex-Partner, nichts macht Spaß ohne ihn, Selbstzweifel nagen am ohnehin schon zerstörten Selbstwertgefühl und der ganze Alltag wird von negativen Gefühlen beherrscht. In dieser Phase ist es wichtig, sich nicht im stillen Kämmerlein einzuschließen und sich dort uneingeschränkt der Trauer und den negativen Gefühlen zu überlassen. Zwar sollten Sie den Gefühlen Raum geben, ihnen aber nicht das gesamte Leben überlasse. Jetzt ist auch nicht die passende Zeit, um Tag und Nacht darüber nachzugrübeln, warum die Beziehung in die Brüche gegangen ist. So schwer es auch fällt, sollten Sie immer wieder versuchen, weniger an den Ex-Partner zu denken und Begegnungen mit ihm oder Konfrontationen mit Situationen und Gegenständen, die stark an ihn erinnern, zu vermeiden.

Expertentipp:

Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Freunde zum Essen einladen, etwas unternehmen und aktiv etwas dafür tun, um aus dem tiefen Loch der negativen Gefühle herauszukommen, anstatt sich einfach passiv darin treiben zu lassen. Nur so können Sie die Trennung verarbeiten.

In der dritten Phase ist langsam wieder Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Endlich gibt es wieder Zeiten, in denen man auf einmal merkt, dass man seit einigen Stunden nicht mehr an die gescheiterte Beziehung, den Ex-Partner und die Trennung gedacht hat. Aus diesen Stunden werden Tage und aus den Tagen schließlich Wochen, ohne dass man in Tränen ausbricht, wenn man an die vergangene Beziehung und deren Ende denkt. Jetzt können Sie mit etwas Abstand und auch emotionaler Distanz darüber nachdenken, warum die Beziehung nicht funktioniert hat. Es ist an der Zeit, sich mit der Beziehung und der Trennung auseinander zu setzen, Freunde und Verwandte zu fragen, wie man auf sie als Paar gewirkt hat und sie um eine offene und ehrliche Stellungnahme zu bitten. So können Sie erkennen, was in der Beziehung schiefgelaufen ist und sich weiterentwickeln, um in der nächsten Beziehung nicht wieder in dieselben Fallen zu tappen.

In der vierten Phase schließlich hat man die Trennung emotional verarbeitet und kann wieder nach vorn schauen. Jetzt ist es wieder sicher, die alten Fotoalben aus dem Schrank zu nehmen und sich an die Jahre mit dem Ex-Partner zu erinnern. Auch für eine neue Beziehung sind die meisten Menschen jetzt wieder bereit, nachdem sie die Trennung von ihrem Ex-Partner aktiv überwunden haben. Jetzt ist auch die richtige Zeit, um wieder Kontakt zum Ex-Partner aufzunehmen und eine Freundschaft aufzubauen, sofern das von beiden Parteien gewünscht ist.

Praktische Tipps, wie Sie Ihre Trennung bewältigen können

Die zweite Phase, mit der Sie die Trennung verarbeiten, in der man von Trauer, Schmerz, Enttäuschung und Wut übermannt wird und sich oft ein Leben ohne den Partner überhaupt nicht vorstellen kann, ist nicht nur die schmerzhafteste und intensivste Phase nach einer Trennung, sondern meist auch die, die am längsten andauernd.

Die negativen Gefühle kann einem niemand abnehmen, aber es gibt ein paar Tricks, mit denen Sie vermeiden können, allzu tief in ihren Strudel gezogen zu werden.

  • Jeder Kontakt mit dem Ex-Partner sollte vermeiden werden. Sind wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Kinder oder gemeinsamer Besitztümer zu treffen, können Sie den besten Freund oder die beste Freundin bitten, sich darum zu kümmern.
  • Es sollte möglichst schnell eine räumliche Trennung herbeigeführt werden. Nichts ist schlimmer, als den Ex-Partner jeden Tag in der gemeinsamen Wohnung zu sehen oder sich in den wildesten Farben auszumalen, was er/sie gerade treibt, wenn er/sie nicht Zuhause ist.
  • Ist der Partner ausgezogen, sollten Sie alle Gegenstände, durch die Sie immer wieder an ihn/sie erinnert werden, aus dem Blickfeld entfernen. Ein Pappkarton im Keller ist ein guter Ort für diese Gegenstände.
  • Wer sich regelmäßig bewegt, Sport treibt und viel an der frischen Luft ist, neigt wesentlich weniger zu Depressionen.
  • Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um etwas zu tun, das Sie schon immer machen wollten, worauf Sie aber dem Partner zuliebe immer verzichtet haben. Kurzgeschnittene oder gefärbte Haare, ein Tattoo oder ein kanariengelb gestrichenes Wohnzimmer, egal was es ist, Hauptsache, es bringt Veränderung.
  • Es ist Zeit für ein neues Hobby. Endlich ins Fitness-Center gehen, reiten lernen, einen Töpferkurs buchen, sich ehrenamtlich in der Gemeinde oder im örtlichen Tierheim engagieren – so haben Sie Ablenkung, eine Beschäftigung und findet vielleicht sogar neue Freunde.

Diese Fehler sollten Sie bei der Bewältigung der Trennung jedoch nicht machen:

  • Sie sollten auf jeden Fall vermeiden, sich von morgens bis abends in Aktivitäten zu stürzen und dabei die Gefühle der Trauer wegzudrücken oder zu ignorieren.
  • Negative Gefühle sollten nicht mit Alkohol oder Drogen betäubt werden.
  • Stürzen Sie sich nicht gleich in eine neue Beziehung mit dem nächstbesten Partner. Sie sollten sich vielmehr die Zeit nehmen, die man braucht, um die beendete Beziehung zu verarbeiten, auch wenn das Alleinsein nicht immer einfach ist.
  • Befreundet mit dem Ex? Ja, warum nicht, aber alles zu seiner Zeit. Freunde bleiben nach der Beziehung ist gut und schön, aber zunächst brauchen Sie etwas Abstand.
  • Hin und wieder dürfen Sie sich auch mal ausheulen und hängen lassen, aber Sie sollten nicht dauerhaft in Selbstmitleid vergehen und sich permanent mit permanenten Selbstzweifeln und Schuldgefühlen herumplagen.

Wer es allein nicht schafft, sollte sich Hilfe suchen

Nutzen diese Tipps nicht und Sie merken, dass Sie depressiv werden und sich in der Trauer, Einsamkeit und Verzweiflung verlieren, sollten Sie sich auf jeden Fall Hilfe suchen.

Dazu können Sie sich beispielsweise an Familienberatungen wenden. In größeren Städten gibt es allerdings meist auch ein Angebot an Selbsthilfegruppen und auch kirchliche Organisationen wie die Caritas oder ähnliche bieten oft Hilfsprogramme an.

Fällt Ihnen allein einfach nur die Decke auf den Kopf, weil Sie alle Freundschaften zugunsten der Beziehung vernachlässigt haben, kann ein Single-Stammtisch oder ein Sportverein helfen. Stellen Sie jedoch fest, dass Sie über Tage hinweg keinerlei Antrieb mehr haben, die Körperhygiene und das Essen vernachlässigen oder sich gar mit dem Gedanken tragen, sich selbst zu verletzen oder das eigene Leben zu beenden, ist es Zeit für professionelle Hilfe. Der Hausarzt ist eine gute Anlaufstelle, ihm sollten Sie die Situation und die Probleme schildern und er wird eine Überweisung an einen entsprechenden Facharzt oder einen Psychologen ausstellen. Trennungen können in manchen Fällen an längst verdrängten Kindheitstraumata rühren und so zu tiefen Depressionen oder gar Selbstmordgedanken führen. Merken Sie, dass Sie darüber nachdenken, sich selbst etwas anzutun, sollte Sie sich schnellstens einem Freund oder Familienmitglied anvertrauen und sich am besten gleich in eine Fachklinik einweisen lassen, da man auf Termine bei niedergelassenen Psychologen oder Psychiatern oft sehr lange warten muss. Bei einer Depression oder einer anderen seelischen Erkrankung werden die Kosten für die Behandlung selbstverständlich von der Krankenkasse übernommen. Auf keinen Fall sollte man hier eine falsche Scham an den Tag legen. Hat man ein körperliches Leiden, wie beispielsweise einen Armbruch nach einem Sportunfall, würde man keine Sekunde zögern, damit zum Arzt zu gehen. Ebenso selbstverständlich sollte man sich einem Arzt anvertrauen, wenn man ein psychisches oder emotionales Problem hat, das man allein nicht lösen kann.

Expertentipp:

Sie sollten nicht versuchen, alles mit sich allein auszumachen, wenn Sie die Trennung verarbeiten. Stattdessen sollten Sie sich Freunden und Familienmitgliedern anvertrauen und ehrlich zu ihnen sein. So können Depressionen, selbstverletzendes Verhalten und Selbstmordgedanken schnell erkannt werden und es kann schnell geholfen werden. Niemand muss sich dafür schämen, dass es ihm schlecht geht und man hat bei einer seelischen Erkrankung ein Recht auf Hilfe und Heilung ebenso wie bei einer körperlichen Erkrankung.

Die Bestandsaufnahme

Hat man die finsteren Täler der zweiten Phase überstanden und sieht langsam wieder einen Silberstreif am Horizont, ist es an der Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen. Dazu sollte man sich in aller Ruhe hinsetzen und eine Liste erstellen.

  • Was lief gut in der Beziehung und was nicht?
  • Was hätten Sie sich vom Partner gewünscht, was haben Sie nicht bekommen?
  • Warum konnte der Partner nicht geben, was Sie sich gewünscht haben?
  • Was haben Sie selbst, mit etwas Abstand betrachtet, zum Scheitern der Beziehung beigetragen? Sind Sie vielleicht sehr eifersüchtig oder besitzergreifend? Sehr beschäftigt und viel unterwegs und hatten nur wenig Zeit für die Beziehung? Hier können Sie sich von Freunden und Verwandten unterstützen lassen, die von außen auf die Beziehung schauen konnten und sie um ehrliche Antworten bitten. Aber Achtung, dazu braucht es einiges an Kritikfähigkeit.
  • Was hat der Ex-Partner zum Scheitern der Beziehung beigetragen?

Haben Sie in der zweiten Phase der Trennung Briefe an den Ex-Partner geschrieben, ist jetzt eine gute Gelegenheit, die Briefe noch einmal zu lesen und die darin formulierten Wünsche und Hoffnungen mit der Realität in der Beziehung abzugleichen. Mit einer solchen Bestandsaufnahme bezüglich zurückliegenden Beziehung, die sich übrigens auch sehr gut für eine Selbsthilfegruppe eignet, haben Sie die Möglichkeit, mit etwas Abstand einen Blick auf die Beziehung und deren Ende zu werfen und Fehler und Verhaltensmuster zu erkennen, die zu dem Beziehungsaus geführt haben. Durch diese Erkenntnisse können Sie lernen, diese Verhaltensmuster in einer neuen Beziehung nicht zu wiederholen. Aber die Bestandsaufnahme soll sich nicht nur um die Vergangenheit drehen.

An dieser Stelle sollten Sie auch einmal tief in sich hineinhorchen und sich folgende Fragen stellen:

  • Wie geht es mir heute?
  • Was hat sich verändert seit der Trennung?
  • Was habe ich dazugewonnen, was verloren?
  • Wie sehen meine neuen Perspektiven aus?
  • Was sind meine Wünsche und Träume?
  • Wie komme ich heute mit der Trennung klar?

Interessant kann es auch sein, diese Fragen in regelmäßigen Abständen immer wieder zu beantworten, die Antworten aufzuschreiben und später miteinander zu vergleichen.

Das Leben neu ordnen

Die Beziehung ist vorbei. Aber das Leben geht weiter. Die Bestandsaufnahme kann helfen, das Leben neu zu ordnen und zu sortieren, neue Ziele, Pläne und Lebenswege aufzuzeigen und dem Leben eine neue Richtung zu geben. Denn die brauchen Sie nun, denn egal ob Sie eine Weile Single bleiben oder schnell eine neue Partnerschaft eingehen, das Leben wird einen anderen Weg nehmen, als es das vor der Trennung getan hat. Eine neue Wohnung, neue Freunde, dadurch vielleicht auch neue Hobbies und Interessen, vielleicht sogar eine neue Stadt oder gar ein neues Land, ein neuer Job - eine Trennung kann viele Veränderungen mit sich bringen. Nicht alle werden positiv sein, aber viele werden neue Perspektiven und neue Chancen mit sich bringen. Die besten Chancen auf eine glückliche neue Partnerschaft haben Sie jedoch dann, wenn Sie die letzte Beziehung und die Trennung vom Ex-Partner gut bewältigt und verarbeitet haben.

Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst:

  • Stellt sich bei Ihnen das Gefühl ein, die Trennung nicht allein bewältigen zu können, sollte Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe zu suchen.
  • Den Schmerz sollten Sie zulassen, aber nicht, dass die Trauer dauerhaft das Leben dominiert.
  • Das Verarbeiten der Trennung ist für beide Partner nicht leicht.
  • Es braucht Zeit, die beendete Beziehung zu verarbeiten.
  • Sport oder ein neues Hobby können helfen, den Blick nach vorn zu öffnen, statt nur in der Vergangenheit zu schwelgen.
  • Es kann helfen, mit Freunden oder Verwandten über die Trennung zu sprechen.
  • Zumindest in der ersten Zeit sollten Sie jeglichen Kontakt zum Ex-Partner vermeiden.
  • Nach einer Weile sollten Sie versuchen, sich aktiv mit den Problemen in der beendeten Beziehung auseinanderzusetzen.
  • Dabei sollten Sie versuchen, sich den Trennungsgründen, ehrlich zu stellen.
  • Eine Trennung ist das Ende einer Beziehung, nicht das Ende des Lebens.

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