Schließen  

TELEFON

0800 - 34 86 72 3

Rund um die Uhr - Garantiert kostenlos!
(International: +49 211 - 99 43 95 0)

TERMIN

Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin mit uns:

*) Die kostenlose Beratung wird durch unsere handverlesenen Kooperationsanwälte durchgeführt!

Schließen  

Gratis-Infopaket
Für ihre Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Alle Infos auf 24 Seiten!
FAQs, Spar-Tipps & Schaubilder.

Schließen  

Kostenlose Ratgeber
zu Trennung & Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Verständliche und praxisnahe Ratgeber
zum Thema Trennung und Scheidung!

Schließen  

Unser Service für
Trennung & Scheidung

Icon: Gratis-Infopaket

Unkompliziert, schnell
und günstig

Sie sind hier:RatgeberScheidung und KinderDüsseldorfer Tabelle

Düsseldorfer Tabelle

Sind Sie verheiratet, sorgen Sie gemeinsam für Ihr Kind. Jeder trägt seinen Teil bei. Trennen Sie sich, verbleibt das Kind im Haushalt eines Elternteils. Als betreuender Elternteil erfüllen Sie Ihre Unterhaltspflicht, indem Sie das Kind erziehen, betreuen und versorgen. Als nicht betreuender Elternteil leisten Sie hingegen Barunterhalt. Dieser Barunterhalt bemisst sich nach der Düsseldorfer Tabelle.

Das Wichtigste

  • Die Düsseldorfer Tabelle listet die Zahlbeträge für den Kindesunterhalt auf. Sie wird von den Gerichten weitgehend übereinstimmend bei der Unterhaltsberechnung angewandt. Dabei geht es um die Höhe der Unterhaltszahlbeträge sowie um die Art und Weise ihrer Berechnung im Einzelfall.
  • Um Ihre Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind nachzuvollziehen, müssen Sie von Ihrem Bruttoeinkommen ausgehend Ihr bereinigtes Nettoeinkommen errechnen. Je nachdem, wie alt Ihr Kind ist, ergibt sich unter Berücksichtigung Ihres Selbstbehalts und des Bedarfskontrollbetrages Ihre Unterhaltspflicht.
  • Zuletzt per 1.1.2018 wurden die Unterhaltszahlbeträge angehoben. Strukturell haben sich die Einkommensstufen 1 und 10 verändert. Außerdem wurden der Ausbildungsmehrbedarf und die Bedarfskontrollbeträge angepasst.

Was ist die Düsseldorfer Tabelle?

Die Familiengerichte berechnen den Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle. Sie enthält konkrete Beträge, die ein Kind benötigt, um seinen Lebensunterhalt sicherzustellen. Die Düsseldorfer Tabelle wird in regelmäßigen Abständen angepasst und ist derzeit in der Fassung vom 1.1.2018 maßgebend. Die nächste Anpassung steht für den 1.1.2019 an. Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft und ist lediglich als Richtlinie zu verstehen, die dem Familienrichter eine Orientierung gibt, wie er den Kindesunterhalt ansetzen sollte. Da die Tabelle zwischen den Oberlandesgerichten unter Beteiligung der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. abgestimmt wird, hat sie dennoch eine weitgehend verbindliche Wirkung und wird von den Amts- und Landgerichten entsprechend berücksichtigt. Die Zahlbeträge orientieren sich in der ersten Einkommensstufe am Mindestbedarf für den Kindesunterhalt, den der Gesetzgeber nach der Mindestunterhaltsverordnung regelmäßig neu bewertet.

Düsseldorfer Tabelle (Stand 1. Januar 2018)

Wie verstehe ich die Düsseldorfer Tabelle?

Die Düsseldorfer Tabelle ist mehr als nur ein Zahlenwerk. Sie bedarf der Interpretation im Einzelfall. Es ist keineswegs so, dass Sie in Kenntnis Ihres Nettoeinkommens und der Altersstufe Ihres Kindes sofort den für Sie maßgebenden Unterhaltsbetrag ablesen könnten. Die in der Tabelle genannten Beträge hängen von einer Reihe von Faktoren ab.

1. Schritt: Bestimmen Sie Ihr Nettoeinkommen

Der Kindesunterhalt berechnet sich nach Ihrem sogenannten bereinigten Nettoeinkommen. Dafür ist Ausgangspunkt Ihr durchschnittliches Bruttoeinkommen der letzten drei Monate. Sind Sie selbstständig oder freiberuflich, berechnen Sie Ihr durchschnittliches Einkommen nach Maßgabe Ihrer Einnahmen-Überschussrechnung oder Bilanz. Vom Bruttoeinkommen dürfen Sie Sozialversicherungsbeiträge, Steuern, berufsbedingte Aufwendungen und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten abziehen. Je nachdem, was sich als bereinigtes Nettoeinkommen ergibt, werden Sie in eine der Einkommensstufen 1 bis 10 eingestuft.

2. Schritt: Wie alt ist das Kind?

Die Düsseldorfer Tabelle stuft Kinder in vier Altersstufen ein (0 – 5 Jahre, 6 – 11 Jahre, 12 – 17 Jahre und über 18 Jahre). Ordnen Sie also in Abhängigkeit von Ihrem bereinigten Nettoeinkommen Ihr Kind in eine der vier Altersgruppen ein. Dann können Sie der Tabelle einen bestimmten Unterhaltszahlbetrag entnehmen. Aber auch dieser Betrag ist alleine noch nicht maßgebend.

3. Schritt: Korrigieren Sie die Einordnung

Sie müssen wissen, dass die Tabelle den monatlichen Unterhaltsbedarf für zwei unterhaltsberechtigte Personen ausweist. Als unterhaltsberechtigte Personen kommen in der Regel zwei Kinder oder ein Kind und der andere Elternteil in Betracht. Besteht Ihre Unterhaltspflicht nur für ein Kind, werden Sie im Regelfall in eine höhere Einkommensgruppe eingeordnet und zahlen entsprechend mehr Unterhalt. Zahlen Sie für mehr als zwei Personen Unterhalt, werden Sie in eine geringere Einkommensgruppe abgestuft. Der Betrag, den die einzelne unterhaltsberechtigte Person dann bekommt, ist also nicht unbedingt identisch mit dem Zahlbetrag, den die Tabelle entsprechend Ihres Einkommens ausweist. Insoweit müssen Sie stets noch den Bedarfskontrollbetrag berücksichtigen.

4. Schritt: Berücksichtigen Sie das Kindergeld

Das Kindergeld ist auf die Unterhaltszahlung anzurechnen. Die Düsseldorfer Tabelle berücksichtigt das Kindergeld noch nicht. Das Kindergeld beträgt ab 1.1.2018 für das 1. und 2. Kind 194 €, für das 3. Kind 200 € und für jedes weitere Kind 225 €. Erhält Ihr von Ihnen getrennt lebender Ehepartner also das Kindergeld, dürfen Sie die Hälfte davon auf Ihre Unterhaltspflicht zur Anrechnung bringen und zahlen entsprechend weniger Kindesunterhalt.

5. Schritt: Berücksichtigen Sie die Ausbildungsvergütung

Befindet sich Ihr Kind in der Ausbildung zu einem Beruf und lebt das Kind im Haushalt eines Elternteils, muss es sich seine Ausbildungsvergütung als eigenen Verdienst auf den Kindesunterhalt anrechnen lassen. Immerhin kann es insoweit für sich selbst sorgen. Vorher ist aber ein ausbildungsbedingter Mehrbedarf von monatlich 100 € (bis 2017: 90 €) abzuziehen.

6. Schritt: Kontrollieren Sie Ihren Selbstbehalt

Sind Sie unterhaltspflichtig, sollen Sie nicht zum Sozialhilfefall werden. Zur eigenen Existenzsicherung, steht Ihnen gegenüber minderjährigen Kindern sowie gegenüber volljährigen unverheirateten und im Haushalt eines Elternteils lebenden und sich in der allgemeinen Schulausbildung befindlichen Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres ein monatlicher Selbstbehalt zu.

Sind Sie erwerbstätig, beträgt Ihr Selbstbehalt 1.080 €. Sind Sie nicht erwerbstätig, beträgt der Selbstbehalt 880 €. Liegt Ihr bereinigtes Nettoeinkommen unterhalb dieser Beträge, sind Sie vielleicht moralisch, aber nicht rechtlich unterhaltspflichtig (Mangelfall). Die Selbstbeträge beinhalten 380 € für Ihre Miete oder den Kapitaldienst für Ihre eigenfinanzierte Immobilie einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung. Die Selbstbehalte können in besonderen Fällen auch noch erhöht werden, wenn Ihre Wohnkosten höher liegen und angemessen sind. Ist Ihr Kind volljährig, beträgt der angemessene Eigenbedarf in der Regel 1.300 € monatlich. Er enthält eine Warmmiete bis 480 €.

7. Schritt: Kontrollieren Sie Ihren Bedarfskontrollbetrag

Zuletzt gibt es noch den Bedarfskontrollbetrag. Er ist lediglich in der Einkommensstufe 1 mit Ihrem Selbstbehalt von 880 € / 1.080 € identisch. Er steigt in der Einkommensstufe 2 jedoch an. Zweck des Bedarfskontrollbetrages ist, dass Ihr Einkommen zwischen mehreren unterhaltspflichtigen Personen ausgewogen verteilt werden soll. Verbleibt Ihnen unter Berücksichtigung aller Ihrer Unterhaltspflichten weniger als der Bedarfskontrollbetrag, ist der Kindesunterhalt der nächst niedrigeren Gruppe einzusetzen.

8. Schritt: Sind Sie ein Mangelfall?

Verdienen Sie wenig, kann es sein, dass Ihr Einkommen nicht ausreicht, um unter Berücksichtigung Ihres Selbstbehaltes den Kindesunterhalt in vollem Umfang zu bezahlen. Sie sind dann ein sogenannter relativer Mangelfall. Liegt Ihr Einkommen auch noch unterhalb Ihres Selbstbehaltes, sind Sie ein absoluter Mangelfall. Beim relativen Mangelfall ist Ihr verfügbares Einkommen auf mehrere unterhaltspflichtige Personen im Verhältnis anteilig zu verteilen. Dabei ist nach § 1609 BGB eine bestimmte Rangfolge zu berücksichtigen. Vorrangig müssen Sie Ihr minderjähriges Kind bedienen. Erst danach kommt der Unterhalt für Ihren, von Ihnen getrennt lebenden Ehegatten in Betracht.

Expertentipp:

Sehen Sie sich außerstande, für Ihr Kind Kindesunterhalt zu leisten, kann der andere Elternteil in Vertretung des Kindes beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss beantragen. Der Unterhaltsvorschuss wird neuerdings ohne Altersbeschränkung des Kindes und ohne zeitliche Befristung bis zur Volljährigkeit des Kindes bezahlt. Allerdings befreit Sie dies nicht von Ihrer Unterhaltspflicht. Das Jugendamt wird Sie selbstverständlich in Regress nehmen und den verauslagten Kindesunterhalt notfalls auch zwangsweise gegen Sie eintreiben.

Was hat sich in der Düsseldorfer Tabelle per 1.1.2018 geändert?

Die Düsseldorfer Tabelle wurde zum 1.1.2018 in der Höhe der Unterhaltszahlbeträge angepasst. Strukturell wurde darüber hinaus die Einkommensstufe 1 von 1.500 € auf nunmehr 1.900 € angehoben. Für ein Kind ergibt sich daraus die Konsequenz, dass es vergleichsweise weniger Kindesunterhalt erhält. Verdiente der unterhaltspflichtige Elternteil vorher bis 31.12.2017 beispielsweise 1.800 €, zahlte er Kindesunterhalt bereits nach der Einkommensstufe 2. Da er nunmehr ab 1.1.2018 mit seinem Gehalt in die Einkommensstufe 1 fällt, zahlt er den gleichen Kindesunterhalt, den er auch zahlen müsste, wenn er von vornherein in der Einkommensstufe 1 eingestuft wäre. Die Einkommensstufen 2 bis 9 wurden hingegen nicht angehoben. Die Einkommensstufe 2 beginnt also nach wie vor bei 1.901 €. Die Einkommensstufe 10 endete ursprünglich bei 5.100 € und wurde nunmehr um 400 € auf 5.500 € angehoben.

Fazit

Unterhaltsberechnungen sind komplex. Zur ersten Orientierung können Sie unseren Unterhaltsrechner nutzen. Besser ist aber, wenn Sie sich anwaltlich beraten lassen. Spätestens dann, wenn Sie den Unterhaltsanspruch gerichtlich durchsetzen müssen, dürften Sie ohnehin auf anwaltliche Unterstützung angewiesen sein. Idealerweise erkennt der unterhaltspflichtige Elternteil in einer Jugendamtsurkunde beim örtlich zuständigen Jugendamt seine Unterhaltspflicht ausdrücklich an und vermeidet damit eine aufwändige und für alle Beteiligten unangenehme und oft völlig sinnlose Auseinandersetzung.

Weiterführende Links

Ratgeber-Informationen

Autor:

Teilen

Optionen

Bewertung

  5.0 / 5.0
4 Bewertungen

Was benötigen Sie?

GRATIS-INFOPAKET
Alle Infos auf 24 Seiten!

  Jetzt anfordern


KOSTENVORANSCHLAG
Garantiert kostenlos!

  Jetzt anfordern


RÜCKRUF-SERVICE
Kostenloses Gespräch!

  Jetzt anfordern

Icon: Gratis-Infopaket Gratis-Infopaket
Jetzt anfordern!

Icon: Kostenlose Beratung Scheidungsantrag
Jetzt einreichen

Schließen

TELEFON

0800 - 34 86 72 3

Rund um die Uhr - Garantiert kostenlos!

International: +49 211 - 99 43 95 0

*) Die kostenlose Beratung wird durch unsere handverlesenen Kooperationsanwälte durchgeführt!

TERMIN

Vereinbaren Sie einfach einen

Beratungstermin mit uns:

Die Terminvereinbarung und

Beratung* sind zu 100% kostenfrei!

GRATIS-INFOPAKET
FÜR IHRE TRENNUNG

Icon: Gratis-Infopaket

Alle Infos auf 24 Seiten! FAQs, Spar-Tipps und Schaubilder.

ONLINE-SCHEIDUNGSANTRAG

Icon: Online-Scheidungsantrag

Ihre Scheidung seriös, schnell
und zum günstigen Preis!