Die Ratgeber um die „besten Rezepte, es jemandem heimzuzahlen“ oder für die Zufügung von „Schäden, ohne sich strafbar zu machen“, sprießen online nur so ins Kraut. Ihre Zielgruppe: Verlassene, Betrogene und allgemein Leidtragende einer auseinandergegangenen Beziehung. Und bekanntlich kann es manchen Verflossenen gar nicht schnell genug mit der Revanche gehen.
Doch wie kommt es, dass man dem Menschen, den man einst als wichtigste Person im Leben ansah, plötzlich am meisten von allen wehtun möchte? Tief liegende menschliche Emotionen spielen hier eine Rolle – nach einer Trennung stellt sich oft ein Gefühl ein, der andere habe das erhaltene Vertrauen nicht ansatzweise zurückgezahlt bzw. mit einer einzelnen Aktion zerstört.
Auch wenn man zum Beispiel nicht betrogen wurde, sondern sich die Beziehung einfach auseinandergelebt hat, sind ähnliche Reaktionen zu beobachten. Niemand will in die Rolle des „Opfers“ gelangen, in den Status des „Verlierers“. Die Person, die an der Trennung am meisten Verlust trägt und auf Jahre hinaus niemand anderes an ihrer Seite finden wird.
Was liegt da näher, als die Welt oder zumindest seine Facebook-Freunde durch rasch entstehende Aufnahmen vom Gegenteil zu überzeugen?





