Ausklang - Am Ende wird alles immer gut
Nicht immer geht es bei der Beratung bei Trennung um finanzielle Fragen. Oft sind es auch psychologische Probleme, die nicht unbedingt erst nach der Trennung auftreten müssen.
Häufig fühlen sich verheiratete Menschen unfähig, eine Entscheidung hinsichtlich einer Trennung zu treffen. Sie fühlen sich unwohl in der Beziehung, können sich aber nicht zu einer Trennung durchringen, da sie sich ihrem Partner und den Kindern gegenüber verpflichtet fühlen. Auch die Angst vor dem Alleinsein, vor Einsamkeit, davor vielleicht keinen Partner mehr zu finden und vor dem wirtschaftlichen und sozialen Abstieg können dabei eine Rolle spielen. Oft spielt auch Mitleid eine Rolle.
Hat einer der beiden Partner jemand anderen kennengelernt und sich verliebt, herrscht oft ein totales Gefühlschaos. Spätestens wenn sich abzeichnet, dass es sich um mehr als einen kurzen Flirt oder eine Affäre handelt, kommt der Punkt, an dem man nicht mehr weiß, was man nun machen soll. Die neue Liebe beenden und um der Kinder und der Vernunft willen beim Partner in der Ehe bleiben? Sich Hals über Kopf mit allen Konsequenzen und zugunsten einer ungewissen Zukunft trennen? Zu der Ratlosigkeit kommt dann das schlechte Gewissen und es ist kein wirklicher Ausweg in Sicht.
Der Partner, mit dem man üblicherweise seine Probleme bespricht, ist in diesen Situationen nicht der passende Ansprechpartner und auch Freunde und Familienmitglieder sind oft mit beiden Partnern befreundet, so dass man nicht unbedingt mit Ihnen darüber sprechen möchte. In diesen Fällen kann eine psychologische Beratung sehr hilfreich sein. Zwar kann Ihnen kein Psychologe der Welt in einer solchen Situation sagen, was Sie tun sollen und was die richtige Entscheidung ist, mit der Sie dauerhaft glücklich werden, aber er kann helfen, Ordnung in das Gefühlschaos zu bringen und Sie in die Lage versetzen, eine Entscheidung zu treffen. Zu diesem Zweck kann eine psychosoziale Beratung bei einem staatlichen oder kirchlichen Träger in Anspruch genommen werden oder aber man kann sich an einen niedergelassenen Psychologen, einen Lebensberater oder einen Mediator wenden.
Anders als die Beratung in einer Beratungsstelle sind die Gespräche mit einem Psychologen, einem Lebensberater oder einem Mediater immer kostenpflichtig. Da es sich bei dem Dilemma nicht um eine Krankheit handelt, geht auch der Besuch beim Psychologen auf die eigenen Kosten. Auch sind die Wartezeiten auf einen Termin oft sehr lang. Etwas anders kann es aussehen, wenn Sie nach einer Trennung die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen wollen. Lassen sich Anzeichen einer Depression oder einer anderen psychischen Erkrankung erkennen, wird eine Therapie beim Psychologen von der Kasse übernommen.