Das mit den Pandemie-Gesetzen einhergehende Verbot von Zuschauern in Fußballstadien stellte sich für manch leidgeplagten Ehepartner als Segen heraus. Für zahlreiche Fußballfans verlor das Spiel ohne die Emotionen des Live-Publikums an Attraktivität. Daran änderten auch Jubelstürme aus der Konserve nichts, die die Streamingdienste notgedrungen einspielten.
Ihre Abos kündigten die ehedem noch treuen Fans, guckten wenn dann höchstens noch die Zusammenfassungen und widmeten sich in der übrigen Zeit verstärkt um Familie, Partner und Kind. Schließlich fiel 2020 – erstmals in der Geschichte dieses turnusmäßig exakt alle 4 Jahre stattfindenden Turniers – sogar eine ganze Europameisterschaft aus.
Aus Sicht so manch fußballablehnenden Partners hätte sich dies durchaus so fortsetzen dürfen. Zu schön war vielleicht die Zeit, ein verloren geglaubtes Beziehungsleben mit einem „Footballholic“ nachholen zu können. Doch nun geht es wieder los, die Bundesliga zum Beispiel zählt bereits den 6. Spieltag.
Letztlich war ein Hobby vielleicht auch Anlass dafür, dass Sie beide sich kennengelernt haben – zum Beispiel haben Sie Ihren Partner abends nach einem Fußballspiel auf dem Nachhauseweg zum ersten Mal gesehen.
Doch soll das Hobby weniger Anlass sein, dass Sie sich trennen oder scheiden lassen. An der „Droge Fußball“ scheiterten schon einige Paare, und da es mit Ausnahme der EM letztes Jahr wohl keine derart fußballlose Saison geben wird in den nächsten 100 Jahren, braucht jede Beziehung Argumente für einen fairen Kompromiss, Rücksicht und Empathie.
Was ist damit gemeint?





